Pathologie

Gewebeuntersuchungen (Pathologie):

Biopsie als Wegweiser für die Therapie

Die definitive Diagnose von Brustkrebs wird durch den Pathologen gestellt.

In der Früherkennung, Diagnostik und in der interdisziplinärer Behandlung des Brustkrebs spielt die Pathologie eine zentrale und unverzichtbare Rolle. Wurden mittels der klinischen Bildgebung (z.B. Mammografie oder Ultraschall) verdächtige Veränderungen in der Brust entdeckt, werden daraus mittels Stanz- oder Vakuumbiopsien Gewebeproben entnommen.

Mikroskopisch genaue Untersuchung

Dieses Gewebe wird von spezialisierten Fachärzten der Pathologie nach der Gewebeaufarbeitung unter dem Mikroskop histologisch (feingeweblich) untersucht, um die Gut- oder Bösartigkeit des Befundes sicher festzustellen. In unserem Institut für Pathologie stellen stets mindestens zwei Fachärzte für Pathologie die Diagnose Mammakarzinom, um eine maximale Sicherheit bei der Diagnosestellung zu gewährleisten. Bei der Diagnose Krebs (Karzinom) werden mittels Zusatzuntersuchungen, wie Immunohistochemie und ggfs. Multigenanalyse (z.B. Oncotype DX), die biologischen Eigenschaften des Tumors genauer charakterisiert. Hier werden insbesondere das Ansprechen auf Anti- Hormontherapien (Östrogen/Progesteron Rezeptoren) und das Ansprechen auf Antikörpertherapien (Her-2) geprüft. Zudem wird die Wachstumsgeschwindigkeit des Tumors charakterisiert (KI-67 Analyse).

Möglichst exakte Prognose

Damit werden entscheidende Informationen über den zu erwartenden Krankheitsverlauf (Prognose) und das mögliche Ansprechen auf eine neoadjuvante Therapie (Prädiktion) gewonnen. Nach Vorliegen aller Informationen wird für jede einzelne Patientin ein optimaler, individueller Therapieplan durch das Expertenteam in der interdisziplinären Tumorkonferenz , zu der auch der Pathologe gehört, erstellt. Diese mit allen beteiligten Fachdisziplinen durchgeführte Konferenz findet jeden Freitagmorgen im Institut für Pathologie statt.

Die Diagnostik des Mammakarzinomes berücksichtigt stets die aktuellen Empfehlungen in der Senologie (S3-Leitlinien) und wird qualitätsgesichert in der Pathologie durchgeführt. Das Pathologische Institut Recklinghausen ist akkreditiert nach DIN EN ISO/IEC 17020.

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